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Tauchausrüstung

Nacktschnecke Nacktschnecke Nacktschnecke Nacktschnecke


Tauchausrüstung kaufen oder ausleihen ?
Sowohl für als auch gegen die Anschaffung einer eigenen Tauchausrüstung lassen sich Argumente finden.
An dieser Stelle finden Sie Ausführungen darüber, was beim Kauf berücksichtigt werden sollte und welches Equipment vielleicht vor anderem anzuschaffen ist. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben.

Pro Kauf

    Vertrautheit

Grundsätzlich bietet die eigene Ausrüstung den Vorteil, dass man - die Eingewöhnungsphase ausgenommen - bestens mit ihr vertraut ist. Besonders deutlich wird dies meist beim Jacket. Die unterschiedlichen Inflatormodelle können die Ein- und Auslassknöpfe an verschiedenen Stellen haben und so zu einigen Verwechslungen beitragen. Natürlich ergibt sich daraus ein gewisses Sicherheitsrisiko. Auch kann es eine Weile dauern, bis man sich an die Schnellablassventile des neuen Jackets gewöhnt hat. Wenn man bei einem zu schnellen Aufstieg etwas länger nach der Zugleine eines solchen Ablassventils suchen muss, findet man sich schnell ein paar Meter zu hoch wieder - evtl. gar an der Wasseroberfläche. Selbst ein so unscheinbarer Mechanismus wie die Flaschenbefestigung kann zu Problemen führen. Evtl. hat man den Riemen nicht genug gespannt und die Flasche rutscht während des Tauchgangs nach unten durch. Mit einer vertrauten Taucherweste wird einem das eher seltener bis gar nicht passieren.

   Passgenauigkeit

Darüber hinaus erhöht die eigene Tauchausrüstung die Sicherheit und den Komfort durch einen besseren Sitz am Körper. Mit einem zu großen Jacket lässt es sich schlechter tarieren. Ein zu kleines Jacket hingegen bietet evtl. nicht genug Auftrieb. Ein schlecht sitzender Neoprenanzug wiederum isoliert schlechter und beschleunigt das Auskühlen. Eine schlecht sitzende Tauchermaske führt zu kontinuierlichem Wassereinbruch usw.

   Pflege, Wartung und Hygiene

Bei der eigenen Ausrüstung hat man es selbst in der Hand wie viel Pflege und Wartung man dem Material zukommen lassen möchte. Bei Leihausrüstungen können Sie sich dagegen nie sicher sein, ob das Material innerhalb der empfohlenen Abstände gewartet wurde. Eine eingehende Wartung ist ein nicht unerheblicher Kostenfaktor, den evtl. so mancher Basenbesitzer reduzieren möchte. Ohnehin ist in manchen Regionen eine fachgerechte Wartung kaum möglich. Wer schleppt schon alle seine Leihautomaten z.B. aus PNG nach Deutschland zum Fachmann?

Auch hygienische Gründe sprechen für die eigene Ausrüstung. Bekanntermaßen pinkeln viele Taucher während des Tauchgangs mehrfach in den Anzug. In die Waschmaschine kommen Leihanzüge aber nur selten bis nie. Hautausschläge sind also möglich. Leihjackets wiederum werden nur selten bis nie gründlich ausgewaschen und der Auftriebskörper selten belüftet. Zum einen macht das viel Arbeit, zum anderen sind die Jackets ja meistens in Gebrauch. Auf diese Weise können sich Pilze und Bakterien im Auftriebskörper ansammeln. Ein tiefer Atemzug aus dem Inflatormundstück kann dann schon gesundheitsgefährdend sein. Entsprechende Übungen sind daher vor Jahren von der CMAS aus dem Ausbildungsprogramm genommen worden.

Contra Kauf

Obwohl die Vorteile einer eigenen Tauchausrüstung überwiegen, sind auch einige Nachteile zu erwähnen. Besonders auf Fernreisen kann das Tauchgepäck mit etlichen Kilos zu Buche schlagen. Nicht alle Fluggesellschaften transportieren das Tauchgepäck kostenfrei. Je exotischer das Reiseziel ist, umso größere Probleme und Kosten beim Transport des Zusatzgepäcks müssen Sie erwarten. Insgesamt verringert sich Ihre Flexibilität vor Ort durch das Tauchgepäck. Als Rucksacktourist werden Sie sich in aller Regel wohl auf die ABC-Ausrüstung beschränken müssen. Die fachgerechte Pflege und Wartung der Ausrüstung kostet auch zu Hause, entfernt vom Tauchplatz ein wenig Zeit und regelmäßig Geld. Automatenrevisionen können locker 75€ überschreiten und selten unter 50€ zu haben. Eine solche Revision sollte aber spätestens alle 100 Tauchgänge bzw. alle 2 Jahre in Auftrag gegeben werden. Außerdem sollten Sie in Ihren 4 Wänden die Möglichkeit zur richtigen Lagerung der Tauchausrüstung haben. Hier ist einiges an Platz erforderlich. Schließlich ist nicht jedes Ausrüstungsfabrikat im Urlaub vor Ort reparierbar, da nicht für sämtliche Hersteller das erforderliche Ersatzteil auf der Basis gelagert wird. Entweder Sie bringen das Nötigste stets selbst mit oder Sie steigen bei einem Defekt doch auf die Leihausrüstung um.

Kaufreihenfolge

Die Meinungen darüber, welche Ausrüstungsgegenstände zuerst angeschafft werden sollten gehen auseinander. Außer, dass zu Beginn die Anschaffung der ABC-Ausrüstung stehen sollte, ist eine generelle Empfehlung wohl nicht möglich, da stets auch individuelle Gegebenheiten zu berücksichtigen sind. Haben Sie z.B. sehr ungewöhnliche Körpermaße und Schwierigkeiten einen passenden Neoprenanzug zu finden, sollten Sie vielleicht diesen zuerst anschaffen.


ABC-Ausrüstung

Für alle die sich immer gefragt haben, woher denn wohl der Name ABC-Ausrüstung kommt: Die Buchstaben stellen ungefähr die äußere Form der drei genannten Tauchutensilien dar.

  • A - eine aufrecht stehende Flosse
  • B - eine hochkant stehende Maske
  • C - ein Schnorchel
  •    Flossen

    Bei den Flossen unterscheidet man die barfuß zu nutzenden Schnorchel-Flossen, welche im hinteren Fußbereich geschlossen sind und die Geräteflossen, welche hinten offen sind und mit wärmenden Neoprenfüßlingen getragen werden. Dem Taucher rate ich immer zum Kauf von Geräteflossen, da man mit den Füßlingen nicht so schnell auskühlt und da diese Flossen meistens größer und fester sind, so dass auch bei stärkerer Strömung die Schwimmrichtung noch selbst bestimmt werden kann. Geräteflossen können auch zum Schnorcheln genutzt werden. In letzer Zeit sind besonders die in der Mitte geteilten Geräteflossen in Mode gekommen. Über das Pro und Contra streiten sich die Geister. Hier hilft nur selber ausprobieren. Leider sind aufgrund von Patentrechten die sog. Splitfins noch recht teuer. Ich persönlich habe aber gute Erfahrungen damit gemacht, da ich den weicheren Beinschlag als angenehm schonend für meine Knie empfinde.
    Das Fersenband etwas älterer Flossen neigt besonders im Urlaub zum Reißen. Empfehlenswert ist es daher ein für das Flossenmodel passendes Reserveband mitzuführen.

       Tauchermasken

    Masken gibt es wie Sand am Meer. Für den Taucher ist wichtig, dass die Maske auch einen Nasenerker hat, damit ein Druckausgleich im Maskeninnenraum durchgeführt werden kann. Für Taucher mit Sehschwächen gibt es einige Modelle, für welche man gleich passend die entsprechende Dioptrienstärke erstehen kann (meist in 1/2 Dioptrien-Schritten). Das ist wohl die preiswerteste Methode. Wenn bei komplexeren Sehfehlern eine Maske mit Gläsern angefertigt werden muss, kann das gleich sehr teuer werden.
    Übrigens tauchen einige Leute auch mit Kontaktlinsen. Gerade bei den Einmallinsen ist das recht unbedenklich. Aber hier unbedingt den Augenarzt um Rat fragen. Für Taucher mit Ohrenproblemen gibt es eine Maske mit Ohrschützern. Diese sind über ein Röhrchen mit dem Maskeninnenraum verbunden. So kann der Taucher über die Nase den Druckausgleich an den Ohren herstellen und die Ohren werden nicht mehr nass.
    Je dichter die Maske am Gesicht sitzt, desto größer wird das Blickfeld und desto leichter ist das Ausblasen der mit Wasser vollgelaufenen Maske. Masken mit schwarzem Silikon schimmeln weniger schnell, da die enthaltenen Kohlepartikel als fungizid wirken. Darüber hinaus gibt es keine störenden seitlichen Lichteinfälle wie bei durchsichtigem Silikon. Aber es sieht halt nicht ganz so gut aus.
    Übrigens lassen sich Masken hervorragend im Geschirrspüler waschen. Einige neuere Maskenmodelle haben eine Kunststoffverglasung. Diese zerkratzt sehr schnell. Allerdings fällt das unter Wasser nicht mehr ins Gewicht, denn man sieht aufgrund der Lichtbrechung im Wasser die Kratzer nicht mehr.
    Kunststoffglas kann man einfacher formen und so dem Gesichtsverlauf besser anpassen. Dadurch sind noch kleinere Masken möglich. Mir hat die Krümmung im Glas allerdings nicht so gefallen, da mir durch das leicht verschwommene Bild im Randbereich schwindelig wurde. Auch Maskenbänder reißen, so dass die vorsorgliche Mitnahme eines Ersatzbandes oder gar einer Zweitbrille anzuraten ist. Das gilt besonders für Taucher mit Spezialverglasung für ihre Sehschwächen.

    Ein leidiges Thema ist das Beschlagen der Tauchermaske. Besonders neue Masken sind hier anfällig, da sie noch viel Silikonstaub von der Fertigung auf dem Glas haben. Reiben Sie daher neue Masken wiederholt mit Zahnpasta (Glas und Silikon) ein. Manche schwören auch auf eine Cola-Kur. In sehr hartnäckigen Fällen kann man die Glasinnenseite mit einem Feuerzeug vorsichtig abbrennen. Natürlich gibt es auch Antibeschlagmittel zu kaufen. Aber wenn diese ins Auge gelangen, kann es brennen. Außerdem fördern Sie die Verschmutzung der Weltmeere, kosten Geld und wirken auch nicht zuverlässig.

       Schnorchel

    Über die Notwendigkeit eines Schnorchels beim Tauchen wird viel gestritten. Bei PADI ist ein Schnorchel immer Pflicht. Ein sich am Maskenband befindlicher Schnorchel kann bei starker Strömung sehr lästig werden und Wasser in die Maske ziehen. Ich trage meinen Schnorchel daher stets in der Westentasche. Leider leidet er dabei immer etwas. In jüngster Zeit kamen einige Modelle auf den Markt, die zusammenklappbar sind. Hier habe ich keine Erfahrungen, aber das klingt eigentlich ganz gut. Ansonsten habe ich meinen Schnorchel beim Gerätetauchen noch nie gebraucht. Daher meine ich auch, dass kein teurer Hightech-Schnorchel nötig ist. Das einfachste, den Sicherheitsbestimmungen entsprechende Modell, tut es in der Regel.



    Tauchanzüge

    Die im Vergleich zur Luft 25fach höhere Wärmeleitfähigkeit des Wassers bedingt, dass man im feuchten Element recht schnell auskühlt. Wärmeschutzkleidung ist also dringend erforderlich. Hier hat sich das Neopren bewährt, dass in vielerlei Varianten in Tauchanzügen für jeden Temperaturbereich verarbeitet wird. Das gummiartige Material ist mit vielen tausenden Gasblasen aufgeschäumt. Diese Gashohlräume sorgen für die gute Isolation, da sie eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit haben. Unterschiedliche Beschichtungen auf der Innenseite erhöhen teilweise den Komfort beim Anziehen und sollen durch eine erhöhte Wärmereflektion die Isolierung erhöhen. Letzteres scheint bisher nicht signifikant nachgewiesen. Beim Kauf sollte man zum einen seine eigene Temperaturempfindlichkeit beachten: Friere ich schnell oder nicht? "Warmduscher" wählen dann besser dickere Neoprenanzüge. Weiterhin ist der vorrangige Einsatzbereich zu beachten: Tauche ich überwiegend in den Tropen oder eher in Heimatgewässern?

    Reißverschlüsse an Armen und Beinen erhöhen zwar den Einstiegskomfort, können aber kaputt gehen und evtl. einen höheren Wasserdurchfluss bewirken. Auf der anderen Seite schont man den Anzug wenn man ohne starkes Ziehen und Zerren hinein kommt. Wägen Sie selber ab.
    Da der Sitz des Anzugs maßgeblich über Komfort und noch wichtiger Wärmeisolation entscheidet, sollten sie nie voreilig kaufen. Erkundigen Sie sich ggf. über Maßanfertigungen. Einige Firmen bieten diese an. Ansonsten gibt es auch noch die Möglichkeit einen gekauften Anzug leicht korrigieren zu lassen. In Berlin u.a. bei der Firma Workstation, Gottschedstr. 4, 13357 Berlin, Tel.: 030-4613415, Internet: www.workstation-service.de
    Tauchanzugsarten und deren hauptsächliche Verwendung:

       Nasstauchanzug

    Der Nasstauchanzug ist die wohl häufigste und kostengünstigste Variante. Der Anzug läuft mit Wasser voll, das dann aber kaum noch zirkuliert und somit schnell vom Körper aufgewärmt wird. Eine gute Passform ist hier sehr wichtig, damit nicht zu viel Wasser in den Anzug einlaufen kann und die Zirkulation möglichst gering ist. Sogenannte Shorties haben eine Neoprenstärke von 2-3mm und bedecken nur die zentralen Körperregionen. Sie eignen sich für Gewässer ab 28°C Wassertemperatur. Tropenanzüge mit bis zu 3mm Neopren finden sich für einen besseren Schutz auch mit langen Armen und Beinen. Hier hat sich teilweise auch das sehr dünne, aber nur wenig isolierende Lycra-Material bewährt. Für Taucher die es gerne etwas wärmer haben oder bei Tauchgängen in Gewässern von über 25°C, hat sich der 5mm-Nasstauchanzug bewährt. In Gewässern von unter 20°C sollte man aber auf einen 7mm-Naßanzug zurückgreifen. Alternativ bieten sich sog. Long Johns an, Zweiteiler, bei denen man bei kaltem Wasser noch ein Oberteil über den Hosenanzug mit freien Armen zieht. Am Oberteil ist meistens noch eine Kapuze befestigt.

       Halbtrockene Anzüge

    Seit einigen Jahren haben sich die halbtrockenen Anzüge bewährt. Ihr fester, dichter Sitz am Hals sowie Hand- und Fußgelenk und der gasdichte, horizontal verlaufende Reißverschluss am Rücken lassen kaum noch Wasserzirkulation im Anzug zu, so dass auch bei geringerer Materialstärke der Wärmeverlust unbedeutend ist. Üblich sind 5mm Neopren. Auch hier ist eine gute Passform wichtig, da sonst die Dichtmanschetten an den Anzugöffnungen Wasser durchlassen. Der Gasdichte Reißverschluss ist recht empfindlich.

       Trockentauchanzug

    Trockentauchanzüge werden in kaltem Wasser eingesetzt. Ihre Handhabung erfordert allerdings einige Übung, da hier nicht nur mit der Tarierweste, sondern auch mit dem Anzug tariert wird. Man unterscheidet zwei Varianten: den Neopren- und den Laminat-Trockentauchanzug. Während die meist 7mm dicken Neoprentauchanzüge eine hohe Isolation aufweisen und ohne Unterzieher getragen werden können, sind die dünnen Laminat-Anzüge von sich aus kaum isolierend und es werden spezielle Unterzieher (meist aus Fleece) getragen.
    Laminat-Anzüge haben den Vorteil einer größeren Beweglichkeit, einer einfacherer Reparatur und eines geringeren Auftriebs im Vergleich zu Neopren-Trockentauchanzügen. Im Vergleich zu Nasstauchanzügen sind sie deutlich teurer.

       Kopfhaube

    Kopfhauben sollte man in kalten Gewässern immer tragen, da man über den Kopf viel Wärme verlieren kann. Taucher mit langen Haaren nutzen sie auch gerne um die Haare zusammenzuhalten.

       Handschuhe

    Handschuhe sollten meiner Meinung nach in wärmeren Gewässern nicht benutzt werden. Sie verleiten doch nur zum Anfassen und es gibt kaum Situationen in denen man sich wirklich so schnell festhalten muss, dass man keinen genauen Blick auf die anzufassende Stelle werfen kann. In kalten Gewässern ist der Verzicht auf Handschuhe ein Sicherheitsrisiko, da taube Finger evtl. nicht mehr die erforderliche Bedienung des Tauchgerätes ermöglichen. Zu dicke Handschuhe bedeuten aber auch einen Verlust der Feinmotorik.

       Neoprenfüßlinge

    Auch Neoprenfüßlinge gibt es in verschiedenen Materialstärken. Kaufen Sie besser immer 7mm-Füßlinge, denn dünneres Material macht sich hier kaum bemerkbar, dickeres wärmt Sie aber besser. Auch hier gilt, das der Einstieg mit Reißverschluss deutlich einfacher ist, aber dafür mehr Wasser in den Schuh eindringen kann. Weiterhin sollten sie auf die Sohle achten. Wenn sie lange, steinige oder unwegsame Strecken zurücklegen müssen, sind Füßlinge mit besonders verstärkter Sohle zu empfehlen.



    Tauchjacket

    Tauchwesten gibt es in zahllosen Varianten zwischen ca. 150 bis 1.000 € und mehr. Die Anschaffung sollte meines Erachtens aber nicht ganz oben auf der Liste stehen. Sollte man sich für den Kauf eines Jackets entscheiden, sollte man einiges beachten. Stellen Sie sich zuerst die Frage nach dem hauptsächlichen Einsatzort und den besonderen Anforderungen an das Jacket. Ich wollte z.B. immer ein eher leichtes Jacket, da ich fast ausschließlich im Urlaub tauche und mit dem maximal zulässigen Reisegepäck im Flugzeug selten hinkomme. Besonders leicht sind einschalige Jackets (das Oberflächenmaterial des Jackets ist gleichzeitig für die Luftundurchlässigkeit verantwortlich) mit einem Softpack (die Flaschenhalterung ist aus weichem Gummi gearbeitet). Hinsichtlich des Einsatzbereichs ist zu fragen, ob Sie jemals mit einem Doppeltank tauchen möchten und wie viel Befestigungsmöglichkeiten und Taschen Sie brauchen. Beim Technical oder Cave Diving sollten Sie viele Befestigungsmöglichkeiten haben. Auf dem Markt finden Sie Jackets mit integriertem Bleisystem und ohne. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit bleiintegrierten Jackets gemacht. Das Gewicht verteilt sich viel besser und zieht nicht so stark in den empfindlichen Lendenwirbelsäulenbereich hinein wie beim Bleigurt. Außerdem drückt es nicht so unbequem am Körper. Nachteilig ist, dass das Jacket etwas mehr belastet wird, dass die Einheit Jacket/Blei/Flasche recht schwer ist und dass der Bleiabwurf in Gefahrensituationen ggf. erschwert ist (hängt natürlich vom Bleiabwurfsystem des Jackets selbst ab). Es ist von Vorteil, wenn sich das Blei auf mehrere Taschen, oben und unten am Jacket, verteilen lässt. Dann können Sie sich sozusagen selbst für den Tauchgang und der Wasserlage trimmen.

    Für Spaß und Sicherheit beim Tauchen ist ein guter Sitz des Jackets unabdingbar. Mit einem zu großen Jacket werden Sie beim Tarieren unter Wasser evtl. Probleme haben. Ein zu kleines Jacket hingegen bietet möglicherweise nicht genug Auftrieb, und stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Ohnedies sollten Sie auf ausreichend Auftrieb achten, da manche Hersteller hier sehr geizig sind.
    Folgende Richtwerte sind zu empfehlen:
  • Größe S: 12 L
  • Größe M: 14 L
  • Größe L: 16 L
  • Größe XL: 18 L
  • Größe XXL: 20 L


  • Die Suche nach der richtigen Mischung aus Tragekomfort und Sicherheit führte in der letzten Zeit zu drei verschiedenen Jacketsorten:

       ADV-Jackets:

    Das klassisches Jacket hat Auftriebskörper vorne, seitlich und am Rücken. Die Bewegungsfreiheit ist bei voll aufgeblasenem Jacket manchmal eingeschränkt.

       Stabelizing-Jackets:

    Hier wird der Auftriebskörper im vorderen Bereich über die Schultern bis zu den Taschen geführt. Dadurch liegt man gut im Wasser und ertrinkt auch bei einer Ohnmacht nicht.

       Wing-Jackets:

    Diese Jackets haben einen großen Auftriebskörper meist etwas vom eigentlichen Trageteil des Jackets abgesetzt, der am Rücken liegt. Sie werden besonders im Tech-Bereich eingesetzt und haben unter Wasser eine gute Körperlage, erschweren aber das Schwimmen an der Wasseroberfläche.

    Ich selbst tauche mit einem bleiintegriertem ADV-Jacket der Firma SeaQuest, das aufgrund seines Schnittes unter Wasser leichte Wing-Eigenschaften aufweist und sehr bequem ist. Nicht umsonst wurde das Pro QD wiederholt zum Jacket des Jahres gewählt.
    Achten Sie beim Kauf auch auf die Schnellablässe. Gut sind 3 Schnellablässe: einer auf der rechten Schulter, ein weiterer auf der linken Schulter (meist in den Inflatorschlauch integriert) und ein dritter am Rücken unten. Schön ist es, wenn die Kordel vom Ablass auf der rechten Schulter nach vorne in leichte Reichweite der Hände geführt werden kann. Das gekaufte Jacket sollte eine Fangschlaufe haben, falls die Flasche mal bei zu loser Befestigung durchrauscht. D-Ringe sollten mindestens zwei vorhanden sein, denn man hat immer mal etwas, das man befestigen möchte. Zu bevorzugen sind solche aus Stahl. Verschließbare Taschen (Reiß- oder Klettverschluss) sind offenen Taschen vorzuziehen, da man hier wirklich Sachen lagern kann, ohne dass sie verloren gehen. Eine Trillerpfeife zum Hilferufen an der Oberfläche sollte ebenfalls am Jacket befestigt sein. Hierfür gibt es auch Pfeifen, die über den Inflatorschlauch betätigt werden, aber sehr laut sind.

    Beim Flaschenriemen bevorzuge ich das System von Scubapro. Hier kann man die Flasche sehr schnell und stabil befestigen. An meinem SeaQuest Jacket habe ich daher einen Verschluss von Scubapro. Das bei anderen Firmen gängige System, bei welchem das Band auf komplizierte Weise durch mehrere Schlitze gezogen werden muss, finde ich nervenaufreibend. Oftmals bekomme ich die Flasche nicht so fest, wie gewünscht.
    Die teuren Jackets der Firma Buddy haben teilweise eine Notflasche als Extra. Sie liegt seitlich am Rücken und kann bei Luftmangel aufgedreht werden um das Jacket zu füllen. Auf diese Weise kann man einfach zur Oberfläche aufsteigen oder über das Mundstück am Inflatorschlauch Luft aus dem Jacket atmen: Bakterien und Pilze lassen grüßen. Geschmackssache!


    Atemregler - Lungenautomat

    Der Lungenautomat ist das "Herz" einer jeden Tauchausrüstung. Obwohl er relativ robust ist, ist eine regelmäßige Wartung und der sorgsame Umgang mit dem Atemregler unbedingt erforderlich. Eine Fehlfunktion am Atemregler kann unter Wasser größere Probleme verursachen. Sofern man sich also eine eigene Tauchausrüstung zulegen möchte, sollte der Atemregler daher mit als erstes gekauft werden. Dann kann man sich der gewünschten Pflege und Wartung auch sicher sein.
    Zu einem vollständigen Atemregler gehört in der Regel die 1. und die 2. Stufe, der Oktopus, der Tiefenmesser, das Druckluftmessgerät (Finimeter) und der Inflatorschlauch für das Jacket. Eine Wartung sollte jährlich bzw. nach 100 Tauchgängen bei einem autorisierten Fachhandel in Auftrag gegeben werden.
    Beim Kauf eines Lungenautomaten sollten Sie darauf achten, dass 1. und 2. Stufe sowie Oktopus vom gleichen Hersteller stammen und füreinander zugelassen sind. Stellen Sie sich selbst eine Kombination zusammen, entfällt der Haftungsanspruch beim Hersteller.
    Je nach Einsatzort ist auch auf einen Vereisungsschutz zu achten, obwohl die meisten modernen Atemregler schon vereisungssicher sind. Bedenken Sie, dass in deutschen Gewässern auch bei hohen Außentemperaturen aufgrund der Gewässersprungschicht niedrige Wassertemperaturen auftreten können.
    Für den Urlaub sollten Sie stets ein passendes Ersatzmundstück mit Kabelbinder mitführen. Fehlt die nötige Entspannung, beißt man schnell mal eins durch. Übrigens sind die neueren durchgehenden Mundstücke recht angenehm zu tragen. Wer hier größere Probleme hat, sollte vielleicht auf ein vom Zahnarzt angepasstes Mundstück zurückgreifen.
    Preiswerter sind die Mundstücke der Firma Jax. Diese hält man für 15 Sekunden in kochendes Wasser und beißt dann auf das Weiche Gummi. Eine genaue Passform ist garantiert und es kommt seltener zu Verspannungen oder Zahnfleischscheuern.
    Zu beziehen beim Händler oder Jax Europe GmbH
    Tel.: +49 6128 95 39 33 , Kurt-Schumacher-Str. 30, 65232 Taunusstein.

    Weiterhin bietet sich der Kauf einer Automatentasche an. Hier lassen sich die Schläuche knickfrei transportieren und man kann das gute Stück auch problemlos mit ins Flugzeug nehmen. Überlegen sie auch, ob Sie einen DIN- oder einen INT-Anschluss möchten. Der deutsche DIN-Anschluss stellt eine festere Verbindung zur Flasche her und steht nicht soweit von der Flasche ab, so dass die Gefahr sich den Kopf zu stoßen geringer ist. Im Ausland werden aber überwiegend Flaschen mit INT-Anschluss benutzt. Ein Adapter von DIN- auf INT-Flaschen kostet ca. 25-30 €. Die meisten Tauchbasen haben einige vor Ort. In den klassischen Tauchzielen deutscher Urlauber (Ägypten, Malediven usw.) haben die Basen meistens beide Ventilarten im Angebot. Schließlich ist ein weiteres Kaufargument die weltweite Reparaturmöglichkeit. Manche Produkte lassen sich im Ausland fern jedes Händlers nur schlecht reparieren. Scubapro ist z.B. gut vertreten, benötigt aber Spezialwerkzeug. Der Aufbau z.B. von Sherwood-Reglern erlaubt hingegen ein leichtes Reparieren, vorausgesetzt die Ersatzteile sind vorhanden. Also alles nicht so ganz einfach.

    Technisch gibt es einige Unterschiede bei Lungenautomaten, wie z.B. membran- oder kolbengesteuerte 1. Stufen, Venturie-Effekte usw., auf die an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden soll. Lassen Sie sich vom Händler beraten. Wichtig erscheint mir ein geringer Atemwiderstand und ein hohes Luftlieferleistungsvermögen. Dann ist der Atemkomfort auch in großen Tauchtiefen ungehemmt. Auch hier gilt: zu viel Schnick-Schnack kann schnell kaputt gehen.
    Abraten möchte ich auch von der mittlerweile nicht mehr so häufig verkauften Lösung, den Oktopus im Inflatorschlauch (Air2) zu integrieren. Man spart zwar einen Schlauch ein, erkauft sich diesen Vorteil aber mit einer schlechteren Handhabung des Oktopus in einer Notfallsituation. Und gerade in einer solchen Situation sollte doch alles möglichst einfach sein.
    Auf welcher Seite Sie den Oktopus installieren, ist im Übrigen Geschmackssache. Hauptsache er ist leicht zugänglich und durch eine Signalfarbe gut zu erkennen und leicht von seiner Befestigung zu lösen. Ich persönlich mag diese 'Gummieier', in welche man das Mundstück des Oktopus schiebt und dieses dann am Jacket befestigt. Wer es gerne kompakt mag, der sei auf die Scuba-Units von Mares verwiesen. Hier erhält man in verschiedenen Ausführungen ein Komplettsystem, in dem der Atemregler mit all seinen Instrumenten in das Jacket integriert ist. Lästige Schläuche findet man kaum noch. Um den Schlauchzug an der 2. Stufe zu reduzieren, empfehle ich die drehbaren 1. Stufen von Scubapro. Manch einer baut sich auch noch ein Kugelgelenk an der 2. Stufe ein. Ich habe aber oft gehört, dass diese schnell Mikroblasen abgeben. Befestigen Sie alle an der 1. Stufe abgehenden Schläuche am Jacket. Sie schonen so Ihre Ausrüstung und natürlich noch viel wichtiger das Riff. Ein herumhängender Schlauch bleibt schnell hängen oder hinterlässt unbemerkt eine 'Schneise der Verwüstung'. Mit Nieroster Karabinerhaken und dünnen Seilen kann man so etliches befestigen.


    Tauchcomputer

    Tauchcomputer sind zum Tauchen zwar nicht unbedingt erforderlich, dennoch hat ihre Markteinführung das Tauchen revolutioniert. Natürlich kann man auch mit Tabellen oder dem PADI Wheel seine Tauchgänge planen und durchführen. In der Praxis beobachtet man aber so gut wie nie Taucher, die nach dieser Methode tauchen. Hierfür sind wohl die kurzen Tauchzeiten und die geringe Flexibilität beim Tauchen mit Tabellen verantwortlich, bei denen ein einfaches Rechteckprofil vorausgesetzt wird. Der Tauchcomputer hingegen berücksichtigt stets das tatsächlich getauchte Profil und ermöglicht dadurch erheblich längere Tauchgänge. Obwohl das Tauchen mithilfe eines Tauchcomputers deutlich vereinfacht und sicherer wird, sollte man sich nicht blauäugig ausschließlich auf diese Geräte verlassen. Geräteausfälle und -fehler sind denkbar. Besonders bei häufigen Wiederholungstauchgängen, kann der Compi schnell überfordert sein. Ohnehin wird nur mit imaginären Körpergeweben gerechnet. Wie es tatsächlich im eigenen Körper aussieht, kann der Tauchcomputer nicht wissen.
    Das Angebot an Tauchcomputern ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen, wobei eine Tendenz zu größerer Sicherheit bei der Konzeption zu beobachten war. Daher ist mir auch von keinem modernen Tauchcomputer bekannt, dass er Sicherheitsmängel aufweisen würde. Das Haftungsrisiko wäre für den Hersteller wohl auch viel zu groß. Trotz dieser allgemeinen Sicherheit sollte man sich vor dem Kauf eines nicht ganz preiswerten Tauchcomputers einige Gedanken über die gewünschten Leistungen machen. Hierzu ein paar Hinweise:

  • Das Rechenmodell und die Anzahl der berücksichtigten Gewebe halte ich für kein wichtiges Kaufkriterium. W ie bereits erwähnt, erfüllen wohl alle Computer die erforderlichen Sicherheitstandards. Ob 7 oder 9 Gewebe berücksichtigt werden, macht da keinen so großen Unterschied - vorausgesetzt , dass die Grundlagen berücksichtigt werden.


  • Deutlich wichtiger ist eine übersichtliche und verständliche Anzeige. Stellen Sie für sich fest, ob sie die erforderlichen Informationen über Zahlenwerte oder über grafische Diagramme erfassen wollen. Manche Compis bieten beides parallel an, andere nur das eine oder das andere. Bei manchen luftintegrierten Rechnern (z.B. Suunto Cobra) kann die Anzeige auch zwischen zwei Modi wechseln. Ein Anzeige gibt dann Informationen über den Flaschendruck und die damit verknüpften Daten, die andere Anzeige stellt hingegen die tauchgangstypischen Informationen, wie die aktuelle Tauchtiefe dar. Nachteil: Sie müssen vielleicht kurz warten, bis die gewünschten Informationen angezeigt werden. Wenn Sie unter Wasser als Brillenträger keine Sehhilfe verwenden, sollten Sie schon beim Kauf testen, ob Sie die Anzeige ablesen können.


  • Eine Beleuchtung ist zu empfehlen. Bei schlechter Sicht oder Nachttauchgängen ist das Ablesen des Displays einfacher. Allerdings steigt so auch der Batterieverbrauch.


  • Ein Kratzschutz für das Display sollte ebenfalls vorhanden sein. Ansonsten kann der Tauchspaß bald getrübt sein.


  • Überlegen Sie auch, ob sie mit Nitrox tauchen wollen. Nicht alle Tauchcomputer ermöglichen das Einstellen des Sauerstoffgehaltes der Pressluft. Nitroxrechner sind meist etwas teuer, dafür aber auch zukunftssicherer. Denn das Tauchen mit Nitrox ist weiter auf dem Vormarsch.


  • Dekorechner sind Nullzeitenrechnern vorzuziehen. Im Falle eines Dekotauchgangs sind die Angaben doch etwas genauer und Sie haben somit eine höhere Flexibilität. Reine Nullzeitenrechner sind allerdings billiger. Auf dem Markt gibt es nur noch wenige Nullzeitenrechner.


  • Akustische Signale in Gefahrensituationen erhöhen die Tauchsicherheit. Allerdings ist es wünschenswert, wenn diese auf die eigenen Tauchgewohnheiten abgestimmt werden können bzw. bei Bedarf abschaltbar sind. Kaum etwas ist nerviger als eine Horde piepender Computer bei dünungsintensiven Tauchgängen.


  • Sind Sie Bergseetaucher, sollten Sie auch darauf achten, dass die gewünschten Höhen einstellbar sind. Das wird für die meisten Rechner zutreffen.


  • Auch die Batterieversorgung ist wichtig. Ich bevorzuge die extrem langlebigen Batterien, die z.B. die Firma Uwatec benutzt. Erst nach mehreren Jahren oder weit über 500 Tauchgängen wird ein Austausch fällig. Dafür muss der Compi allerdings eingeschickt werden. Geräte mit selbst auswechselbaren Batterien haben den Nachteil, dass beim Zusammenschrauben evtl. die Dichtung nicht mehr gegeben ist. Dafür muss das Gerät nicht eingeschickt werden. Zu vermeiden sind demnach solche Geräte, die für den Batteriewechsel eingeschickt werden müssen, dabei aber eine sehr geringe Leistungskapazität aufweisen.


  • Überlegen Sie weiterhin, ob Sie die Daten der Tauchgänge über einen Computer auslesen möchten. Nicht alle Rechner ermöglichen das. Meistens wird nur Windows unterstützt, kein Mac oder Linux. Die Preise für die Schnittstellen sind sehr unterschiedlich und sollten beim Computerkauf berücksichtigt werden. Manche neueren Computer haben das Interface schon eingebaut.


  • Schließlich müssen Sie sich entscheiden, ob Sie einen luftintegrierten Computer oder einen einfachen Tauchcomputer fürs Handgelenk haben möchten. Ich persönlich favorisiere luftintegrierte Rechner, da diese meinen körperlichen Zustand viel besser berücksichtigen können und mehrere sinnvolle zusätzliche Angaben zum Tauchgang ermöglichen. Außerdem erfasse ich mit einem Blick auf ein Gerät alle wichtigen Daten und muss nicht auf den Compi und das Finimeter schauen. Nimmt man eine schlauchlose, also funkgesteuerte Variante luftintegrierter Rechner, fällt sogar ein Schlauch weg. Frühere Probleme mit Magnetfeldern von Taucherlampen oder Frequenzprobleme bei mehreren nebeneinander tauchenden Funkrechnern sollen behoben sein. Einziger Wehrmutstropfen: hoher Anschaffungspreis und mit dem erforderlichen Sender an der Flasche ein 2. Batterieverbraucher.
    Bei einem luftintegrierten Tauchcomputer mit Schlauch sollten Sie sich eine Schnellkupplung anschaffen. Die ist nicht bei allen Anbietern automatisch dabei, macht aber viel Sinn. Oftmals will man die Daten des Tauchgangs ins Logbuch übertragen, aber nicht den ganzen Atemregler mit aufs Zimmer nehmen. Auch zum Schutz vor Diebstahl empfiehlt sich die Mitnahme des Compis aufs Zimmer.


  • Entscheiden Sie sich für einen gewöhnlichen Tauchcomputer, haben Sie die Möglichkeit, diesen am Handgelenk zu tragen oder in einer Konsole zu integrieren. Allerdings sind nicht alle Modelle konsolentauglich. Vorteil einer Konsole ist, dass Sie wieder alle wichtigen Daten mit einer Bewegung bzw. mit einem Blick abfragen können. Außerdem ist an der Konsole meist noch ein Kompass befestigt. Für das Tragen am Handgelenk achten Sie beim Kauf auf ein ausreichend langes Band, denn ein 7 mm Neoprenanzug kann ganz schön auftragen. Auch sollte der Verschluss den schnellen Verlust des Gerätes erfolgreich verhindern.


  • Den Planungsmodus halte ich für kein ausschlaggebendes Kaufkriterium. Nur in der Anfangsphase habe ich den wirklich mal genutzt, um mich mit dem Gerät vertraut zu machen. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich meist nur in der Bedienungsfreundlichkeit des Planungsmodus.


  • Etwas moderner und komfortabler sind Druckknöpfe am Computer um die einzelnen Funktionen abzurufen. Ältere Modelle bzw. manche Hersteller nutzen allerdings Kontaktstellen, die mit nassen Fingern überbrückt werden müssen. Diese stellen aber keinen wirklichen Nachteil dar.


  • Lernen Sie Ihren neuen Tauchcomputer unbedingt vor dem ersten Tauchgang kennen. Wenn Sie die Anzeige Ihres Computers nicht richtig interpretieren können, gehen Sie ein unüberschaubares Sicherheitsrisiko ein.



  • Tauchzubehör

    Was an Zubehör für den einzelnen Taucher Sinn macht, ist individuell unterschiedlich. An dieser Stelle kann nicht die ganze Palette an Zubehör berücksichtigt werden. Daher werden nur einige, unserer Meinung nach sinnvolle Extras vorgestellt.

       Schreibtafel

    Bei Tauchlehrern ist sie gang und gebe. Doch auch für den Hobby-Taucher bietet sie eine gute Möglichkeit der Verständigung unter Wasser. Eine kaum DIN 5 große Schreibtafel aus Plastik schlägt gewichtsmäßig kaum zu Buche und ist leicht im oder am Jacket zu verstauen. Einige Modelle werden schon mit Karabiner geliefert. Mittels Bleistift kann man dann wild vor sich her texten und neben der Kommunikation auch Erinnerungshilfen niederschreiben. Vielleicht zeichnen Sie auch die besonderen Merkmale eines Ihnen unbekannten Fisches auf. Mit Strandsand oder eben einem Radiergummi ist die Tafel schnell zu reinigen.

       Signalhupe

    Mehrere Hersteller bieten Signalhupen an, die zwischen Inflatorschlauch und Inflator gesteckt werden. Auf Knopfdruck ertönt dann je nach Modell über bzw. unter Wasser ein Ton. Die Überwasserhupen sind auf sehr große Entfernung zu hören und können z.B. die Aufmerksamkeit einer Bootscrew auf einen abtreibenden Taucher richten. Sie weisen einen entsprechend schrillen Ton auf. Viele Jackets haben ab Werk eine Trillerpfeife am Deflatorschlauch, welche die gleiche Funktion mit geringerer Reichweite erfüllt.
    Unterwasserhupen sind durch einen dumpferen Ton gekennzeichnet, der weniger laut ist und oftmals mehr der Aufmerksamkeitsgewinnung innerhalb der Tauchgruppe dient - z.B. wenn man einen Exoten im Riff gefunden hat, den man allen zeigen möchte. Haben mehrere Taucher eine solche Unterwasserhupe, kann die entstehende Geräuschkulisse recht nervig sein. Alternativ zur Unterwasserhupe, die ja auch wertvolle Pressluft verbraucht, gibt es kleine Aluminiumröhren zu kaufen. Beim Schütteln wird ein gut vernehmbarer Ton produziert. Eine ältere Variante ist die Plastikkugel am Gummiband. Dieses wird um die Pressluftflasche gezogen. Hebt man die Kugel von der Flasche weg und lässt das Band zurückschnellen ertönt ein lauter, Aufmerksamkeit haschender Ton.

       Strömungsboje

    Die Strömungsboje ist in manchen Tauchregionen unerlässlich. Auf den Malediven z.B. wird man Sie nur selten ohne ins Wasser lassen. Am häufigsten werden die langen orangefarbigen Schläuche genutzt, welche durch eine abblasenden Atemregler aufzufüllen sind. Sie reichen dann bis zu 1 ½ Metern aus dem Wasser. Als Alternative sind kugelförmige Ballons im Angebot. Diese sind besser sichtbar, bedürfen aber zum Aufpumpen deutlich mehr Luft. Beide Varianten sollten mit einer längeren Leine versehen sein, damit man die Boje schon während des Sicherheits-/Dekostopps setzen kann. Ein kleines Gewicht an der Einfüllöffnung erleichtert die Positionierung im Wasser. Eine eigene Tasche mit Karabinerhaken erleichtert das Verstauen am bzw. im Jacket und wird von manchen Herstellern gleich mitgeliefert.

       Tauchermesser

    Das Tauchermesser bietet einen Gewinn an Sicherheit. Das Verfangen z.B. in einem Fischernetz stellt eine reale Gefahr dar, wie durch einige Tauchunfälle belegt wurde. Allerdings sollte gewährleistet sein, dass man wirklich leicht an das Messer kommt. Mir erscheint die Wade recht weit weg. Besser scheint ein Ort am Jacket geeignet. Damit entfällt natürlich die beliebte Möglichkeit, den Schnorchel mit an der Wadenbefestigung des Messers zu installieren. Grundsätzlich sollte ein kleines Messer mit hochwertiger Klinge genügen. Wichtig ist ein kleiner Widerhaken um Schnüre leichter durchschneiden zu können. Ich persönlich favorisiere zudem abgeflachte Spitzen, die auch mal als Schraubenzieher nutzbar sind. Zum Material kann ich nicht viel sagen. Titan ist jedenfalls deutlich teurer und weicher. Die Klinge wird also nicht so scharf sein bzw. schnell abstumpfen. Dafür rostet es halt weniger. Meine Stahlklinge rostet bei regelmäßiger Silikongabe aber auch nicht.

       Tauchtaschen

    Für den Transport der Tauchausrüstung am Urlaubsort z.B. zum Boot empfiehlt sich eine leichte Netztasche. Sie trocknet schnell, da sich Wasser nicht ansammeln kann. Bei der großen Reise-Tauchtasche sollten Sie unbedingt auf Stabilität achten. Meine Tauchtaschen gehen stets erschreckend schnell kaputt. Die Belastung mit dem schweren Tauchgepäck scheint bei einer Flugreise doch immens zu sein. Besonders die Rollen sind ein Schwachpunkt, wenn die Tasche sehr voll geladen ist. Gute Taschen haben Inline-Skater-Rollen. Aber auch die Aufhängung der Rollen ist wichtig, da die Rollen schnell aus dieser heraus brechen. Weiterhin sind mehrere Fächer sinnvoll, um z.B. trockene von nassen Gegenständen trennen zu können. Eine extra Automatentasche, die meistens vorne an der Tasche plaziert ist, schont den Automaten. Allerdings sollten Sie die Tasche während des Fluges lieber mit ins Handgepäck nehmen. Oder wollen Sie, dass sich 3 weitere schwere Taschen auf ihrem empfindlichen Automaten stapeln?

       Unterwasserlampe

    Eine Unterwasserlampe ist eine sehr sinnvolle Anschaffung, bringt sie doch deutlich mehr Farben ins Riff. Immerhin sind in 5m Wassertiefe schon etliche Rot und Orangetöne nicht mehr existent. Daher lohnt sich die Mitnahme einer Lampe auch bei Tauchgängen am Tage. Ohnehin weisen die meisten Tauchplätze etliche Spalten, Überhänge, Höhlen und Löcher auf, die es auszuleuchten gilt. Bei Nachttauchgängen hingegen ist die Lampe ein Muss. Sie sollte zudem von einer kleineren Ersatzlampe abgesichert werden. Beim Kauf sollten Sie auf Brenndauer der Akkus und Wattzahl des Leuchtmittels achten. Eine 50 Watt-Lampe sollte unbedingt dimmbar sein, denn bei Nachttauchgängen sind schon 20 Watt fast zu hell. Je nach Einsatz ist auch zwischen einem Punkt- oder Breitstrahler zu wählen. Videofilmer brauchen meistens einen Breitstrahler, da große Areale ausgeleuchtet werden sollen. Für den Nachttauchgang hingegen empfiehlt sich ein Punktstrahler. Vergewissern Sie sich weiterhin, ob die Lampe auch an Land einsetzbar ist. Nicht alle Modelle vertragen den Überlandeinsatz.
    Die neuen Lithium-Ionen-Akkus werden noch nicht von allen Herstellern in ihren Lampen verbaut. Für den Endverbraucher stellen Sie aber aufgrund des fehlenden Memory-Effektes und der geringen Selbstentladung die beste Wahl dar. Allerdings sind sie in der Anschaffung teuer als z.B. Nikel-Metall-Hybrid-Akkus, die aber eine hohe Selbstentladung aufweisen.

    Pflegehinweise

    Die Lebensdauer der eigenen Tauchausrüstung lässt sich durch regelmäßige Pflege und Wartung deutlich verlängern. Durch entsprechende Maßnahmen wird außerdem die Betriebssicherheit der Materialien erhöht.

       Allgemeine Regeln

    Grundsätzlich sollten alle Tauchutensilien nach dem Tauchgang in Frischwasser ausgespült werden. Bei Salzwassertauchgängen werden so die im getrockneten Zustand recht scharfkantigen Salzkristalle heraus gewaschen. Nach Süßwassertauchgängen entfernen Sie hingegen Algen oder saures Wasser, welches Ihre Ausrüstung angreift. Nach dem Ausspülen sollte das Equipment an einem schattigen Platz trocknen. Hängen Sie die Ausrüstung nie zum Trocknen direkt ins Sonnenlicht. Sie wird sonst schnell spröde und rissig. Für den Fall, dass für mehrere Tage kein Frischwasser zum Ausspülen zur Verfügung steht - wie z.B. bei einer Bootssafari - ist es günstiger die Ausrüstung nicht zu trocknen, sondern immer etwas feucht zu halten. Das Salz kristallisiert dann nicht aus.


       ABC-Ausrüstung

    An den Flossen stellen die Fersenbänder den schwächsten Punkt dar. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und hohe Ozonkonzentrationen (z.B. durch Laserdrucker), da diese dem Gummi die Weichmacher entziehen, so dass das Material brüchig wird. Stellen Sie außerdem Ihre Flossen nicht hochkant auf die Flossenblätter an eine Wand. Die liegende Lagerung ist stets vorzuziehen.
    Das Mundstück des Schnorchels ist meist aus hellem Silikon und kann Schimmel anziehen. Schwarze Silikonmundstücke sind aufgrund ihres Kohleanteils weniger gegen schimmelanfällig. Gleiches gilt auch für Tauchermasken, die aufgrund ihrer vielen kleinen Ecken und den Dichtungslippen besonders schwer zu reinigen sind. Helles Silikon kann bei einigen Maskenmodellen außerdem zu störende seitlichen Lichteinfall führen. Wer also bei der Optik etwas zurückstecken kann, sollte evtl. auf schwarzes Silikon zurückgreifen. Sowohl Schnorchel als auch Maske lassen sich übrigens hervorragend nach dem Urlaub im Geschirrspüler reinigen. Für den Transport von Masken empfehle ich die Anschaffung einer harten Box, wie sie bei etlichen Modellen auch mitgeliefert wird. Auf diese Weise sichern Sie sich einen lang andauernden guten Sitz der Maske.

       Anzug

    Der Neoprenanzug sollte immer aufgehängt und schattig gelagert werden. Wählen sie Bügel mit großer Auflagefläche (es gibt spezielle Taucherbügel), damit es keine Druckbeulen im Neopren gibt. Das längere Zusammenlegen ist nicht ratsam, da es zur unwiderruflichen Faltenbildung mit Materialschädigung kommt. Vor der Einlagerung empfiehlt es sich, die Reißverschlüsse mit Silikonspray zu behandeln. Sie bleiben so leichtgängig und laufen nicht an. Halten Sie dann die Reißverschlüsse geschlossen.
    Für Neoprenutensilien gibt es übrigens auch spezielles Waschmittel. Beim Waschen im Schonwaschgang erhält der Anzug wieder ein wenig seiner ursprünglichen Frische zurück und Dreck wird gut ausgewaschen.

       Atemregler

    Auch hier ist das regelmäßige Ausspülen unablässig. Man beobachtet oft, dass Taucher nur die 2. Stufe länger Spülen und die 1. Stufe außerhalb des Beckens lassen. Bei einer gut verschlossenen Ventilöffnung sollte aber auch in die 1. Stufe kein Wasser eindringen. Haben Sie beim Spülen das Ventil unbeabsichtigt offen gelassen, sollten Sie den Atemregler an eine Flasche anschließen und längere Zeit abblasen lassen. Eingedrungene Feuchtigkeit soll dann mit dem Luftstrom abtransportiert werden. Eine baldige Revision ist aber trotzdem erforderlich.
    Belassen Sie einen INT-Adapter nicht zu lange am Gewinde Ihres DIN-Atemreglers. Andernfalls kann es zu einer nur schwer lösbaren Verbindung zwischen beiden Gegenständen kommen. Bei der Lagerung ist unbedingt darauf zu achten, dass die Schläuche nicht geknickt liegen. Andernfalls kann es zu gefährlichen Rissen und Brüchen kommen. Im Übrigen empfiehlt sich eine Automatenrevision direkt nach dem Urlaub, da dann der eingefangene Dreck nicht noch lange heimlich weiter wüten kann und sich zu stark festsetzt.

       Jacket

    Auch die Taucherweste sollte auf einem Bügel hängend trocknen bzw. gelagert werden. Vergessen Sie nicht auch das Jacketinnere regelmäßig vom unbeabsichtigt aufgenommenen Wasser zu befreien. Am Ende eines Tauchurlaubes empfiehlt sich auch die Spülung des Inneren des Auftriebskörpers. Die Befüllung erfolgt über den Deflatorschlauch oder man baut ein Ablassventil komplett ab. Letzteres erlaubt auch eine sich anschließende gute Belüftung des Innenraums. Übrigens: Auch Jackets sollten mal zur Revision, denn einige versteckte Dichtungsringe können an Inflator und Ablassventilen zu Undichtigkeiten führen.
    Bei der längeren Lagerung empfiehlt sich auch bei der Tauchweste ein Einsprayen der Reißverschlüsse mit Silikonspray. Hängen Sie dann das Jacket mit etwas Luft im Auftriebskörper auf.

       Messer

    Tauchermesser sind sehr rostanfällig. Daher sollte die Klinge regelmäßig eingefettet werden. Auch hier hilft Silikonspray. Der Rost lässt sich übrigens gut mit dem Strandsand entfernen. Haben Sie ein Messer, bei dem Klinge und Griff auseinander zu nehmen sind, sollten Sie zur längeren Lagerung die Trennung vornehmen. Denn besonders an der Übergangstelle von Griff zu Klinge bildet sich gerne Rost.

       Pressluftflaschen

    Lagern Sie ihre Taucherflaschen stehend. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich Feuchtigkeit in der Flasche befindet, sammelt sich diese dann am Flaschenboden. Dies ist der dickwandigste Flaschenbereich, der somit der Korrosion auch am längsten widersteht. Außerdem sollte stets ein Restdruck auf der Flasche lasten. Dieser sorgt dafür, dass keine Feuchtigkeit ins Flascheninnere gelangen kann. Sichern Sie Ihre Flaschen gegen Umfallen. Unter Umständen kann das Ventil beim Sturz kaputt gehen und Schaden anrichten.